1. Platz beim 16h Rennen Night on Bike!

Aktualisiert: 6. Okt 2019

Als wir freitags anreisten, war gerade einmal eine Woche seit dem 24h Stöffelrace vergangen. Mit leicht müden Beinen, aber schon wieder voll motiviert, bauten wir unser Lager auf und ich machte mich bereit für den Bergsprint, der auch die Startaufstellung für den nächsten Tag festlegen sollte.

Ich fuhr mich kurz warm und stellte mich an den Start. Wie der Zufall es wollte stand ich, als die Zufahrt zum Start geöffnet wurde, ganz vorne und so durfte ich als erster den Schweineberg inklusive Downhill bezwingen. Mit einem nicht wirklich gutem Gefühl musste Ich nun auf die anderen Fahrer warten und war überrascht, als Ich bei der Siegerehrung mit der zweitbesten Zeit ausgerufen wurde. Als Belohnung gab es Currywurst und Pommes – genau die richtige Sportlernahrung vor dem bevorstehenden 16h Rennen am nächsten Tag ;)

Samstags blieben wir lange liegen und freuten uns auf den Start des parallel stattfindenden 24h Rennens. Das 24h Rennen startete um 12 Uhr und das 16h Rennen erst um 20 Uhr. Genug Zeit also um andere Teams anzufeuern, sich nochmal hinzulegen, etwas zu essen, sich nochmal hinzulegen und sich ganz entspannt auf das Rennen einzustellen.

Dann war es endlich soweit. Es ging in die Startaufstellung für das 16h Rennen. Mein Plan war es auf den ersten Kilometern Gas zu geben um während der hektischen Startphase in keinen Stau zu geraten und um mich vielleicht auch schon etwas von den anderen Solofahrern absetzen zu können. Ich kam zwar in keinen Stau wurde aber auf einer langen Gerade von einer 3er Gruppe Solofahrern überholt. Ich wollte diese Gruppe nicht ziehen lassen und entschied mich dazu mich in den Windschatten zu hängen. Als der Tacho 45km/h anzeigte war mir jedoch schnell klar, dass Ich (und die anderen vermutlich auch) dieses Tempo nicht über 16h fahren kann. Ich ließ die Gruppe also am nächsten Berg ziehen und wollte mein Tempo finden und dieses nach Möglichkeit konstant halten. Die erste Runde beendete Ich auf Platz 5 liegend und konnte mich im Laufe des Rennens mit zunehmender Dunkelheit und mit konstanten Rundenzeiten immer weiter nach vorne arbeiten. Nach ca. 6h war es dann soweit. Ich überholte den Erstplatzierten und konnte mich sofort absetzen. Ich reduzierte das Tempo und war erstaunt, als ich von meinen Betreuern hörte, dass Ich den Vorsprung weiter ausbaute. Ich wollte von nun an das Tempo halten und meine Pausen weiterhin so kurz wie möglich halten um weiter Zeit gut zu machen. Gegen 8 Uhr überrundete Ich den zweitplatzierten, merkte jedoch in der gleiche Runde ein starkes zwicken im linken Knie. Dieses Gefühl kannte ich so nicht. In diesem Moment wusste ich nicht was ich machen sollte. War es vielleicht was schlimmeres und Ich würde mir die ganze Saison kaputtmachen wenn ich weiterfahre oder war es einfach nur leicht überlastet? Ich probierte mit dem linken Bein nur noch zu drücken und nicht mehr zu ziehen. So ging der Schmerz weg und Ich konnte das Rennen doch noch zu Ende fahren.

Sehr zufrieden und auch ein bisschen froh, dass es nun vorbei war erreichte Ich um kurz nach 12 Uhr auf Platz 1 liegend das Ziel. Ich hatte es also geschafft... Der 2. Gesamtsieg innerhalb von zwei Wochen bei einem 24h und einem 16h Rennen!!

Die Zahlen der letzten beiden Wochenenden sprechen für sich... Fahrzeit 39h Kilometer 730 Höhenmeter 15500 ... Ich brauche eine Pause!

Abschließend möchte Ich mich bei allen bedanken, die mich vor Ort unterstützt haben! Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen! - Danke!


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© Sebastian Trimborn  | copyright 2019